Direkt bei der Ankunft gestern haben wir an der Rezeption Milchbrötchen und ein Croissant für das Frühstück bestellt, die Peter nach dem Aufstehen abholt. Stolze Preise, aber Genf ist ja nun mal eine der teuersten Städte der Welt, das werden wir im Lauf des Tages noch öfter merken. Trotzdem lassen wir uns natürlich das Frühstück schmecken, und die Milchbrötchen sind wirklich Weltklasse. Das Wetter ist gerade etwas schwierig, aktuell ist es wirklich noch frisch, aber später soll es warm werden. Peter trägt seine übliche Kombi aus Longsleeve und T-Shirt drüber, so dass er bei Bedarf auf kurzärmelig wechseln kann. Ich mache es ihm nach, aber ziehe vorsichtshalber noch einen Kapuzenpulli drüber. Dann laufen wir los zur Bushaltestelle – dazu müssen wir 650 m bergauf – steil bergauf! Da wir den Bus um 10 Minuten verpasst habe, ist nun warten angesagt, der nächste kommt erst in 25 Minuten. Aber nun gut, wir setzen uns aufs Bänkle und planen schon mal was wir als erstes machen wollen. Der Bus kommt pünktlich, und dank der Kurkarte können wir kostenlos fahren. Nach 17 Minuten erreichen wir die Endhaltestelle der Linie E, Genève Rive. Von dort laufen wir als erstes direkt zum Wasser und zum Jet d’Eau, dem Wahrzeichen von Genf. Der Wasserstrahl ist bis zu 140 m hoch und fast von jedem Punkt in Genf aus zu sehen. Wir machen ungezählte Photos, und dann laufen wir immer entlang des Sees, über die Pont du Mont Blanc und den Quai du Mont Blanc bis hoch zum Parc Mon Repos. Wir haben Glück mit dem Wetter, können weit über den See schauen und das Mont Blanc Massiv glänzt in der Sonne. Der Park ist wirklich schön, die Sonne lacht und überall wird gepicknickt. Unterwegs gönnen wir uns einen Espresso, die Preise sind zwar heftig, aber wenigstens ein kurzer Stop muss drin sein. Zum Glück haben wir ausreichend gefrühstückt, hungrig sind wir also nicht. Weiter geht es nun vorbei an dem riesigen Gebäudetrakt der WTO, also der Welthandelsorganisation. Natürlich alles ummauert, umzäunt und Kameraüberwacht. Dann erreichen wir den botanischen Garten, der glücklicherweise ohne Eintritt ist. Bei den Preisen hier ist es schön, wenn mal was umsonst ist. Der botanische Garten ist wirklich sehenswert, überall sind Wasserläufe und kleine Teiche, riesige Bäume und dann wieder die tollen Gewächshäuser. Dann geht es wieder zurück ans Ufer und wir stellen uns am Wassertaxi an, denn auch das können wir Dank der Kurkarte umsonst nutzen. Die Fahrt bringt uns einmal über den See, dort steigen wir direkt um ins nächste und fahren jetzt zurück in die Spitze vom See. An einem Kiosk holen wir uns ein Eis am Stiel, dann laufen wir los Richtung Altstadt, mal wieder bergauf. Die Fußgängerzone ist wie ausgestorben, ist ja auch Sonntag heute. In den kleinen Gassen Richtung Rathaus tummeln sich dann schon wieder einige Touristen. Wir laufen bis zur Kathedrale, machen zwei, drei Photos, und dann reicht es uns langsam für heute. Jetzt laufen wir bergab wieder bis fast zum See und dann sind wir wieder an der Bushaltestelle, an der heute vormittag unser Spaziergang anfing. Knapp 20.000 Schritte haben wir gemacht, und das bei strahlendem Sonnenschein. Genf ist nett, aber einfach nicht unsere Preisklasse. Jede Menge teurer Autos, Gucci, Prada und horrende Preise – dann sind uns doch Wanderungen in der Natur lieber und wir freuen uns schon auf den Gorge du Verdon. Wir sind froh als der Bus endlich kommt, dann noch eine gute Viertelstunde Fahrt und 10 Minuten zu Fuß bis wir am Womo sind. Als erstes gibt es einen Nachmittags-Espresso, und dann holt Peter noch seine Drohne raus. Wow, Sonnenuntergang am Genfer See, das sind tolle Bilder geworden! Und während Peter das Drohnen Equipment wieder verräumt, setze ich mich schon mal an die Tastatur. Denn mittlerweile ist es nach 20 Uhr und wir müssen ja auch noch den morgigen Tag planen.
eowynrohan am 26. April 2026