Dienstag, 9. Oktober 2018
Als erstes: Mein Lieblingsehemann hat heute Geburtstag! Herzlichen Glückwunsch und alles Liebe und Gute an dieser Stelle. Ich weiss was wir heute vor einem Jahr gemacht haben – ein riesengroßes IPSC-Match. Da wird unser heutiger Tag hoffentlich entspannter 😊 Nach einem späten Frühstück studieren wir nochmal die Strassenkarten und entscheiden uns für einen Ausflug Richtung Akranes. Der Ort bietet eigentlich nichts besonderes, aber wir wollen doch mal durch den Tunnel unter dem Hvalfjordur durchfahren. Das letzte Mal haben wir den Fjord komplett umrundet, das heben wir uns diesmal für den Nachmittag auf. Los geht es – wie gehabt – nördlich am Þingvallavatn vorbei auf die 48. Die Strecke ist größtenteils Baustelle, scheinbar wieder eine Schotterpiste die geteert werden soll. Schade eigentlich. Dann biegen wir auf die parallel verlaufende, aber kleinere 461 ab, die am Meðalfellsvatn vorbeiführt. Auch hier wird gebaut – und das heisst für uns dann erst mal eine kurze Zwangspause. Denn wenn ein Muldenkipper beladen wird, kann das schon mal dauern. Also Motor aus, die Kamera geschnappt und in der Zeit ein bisschen die Landschaft photografiert. Irgendwann ist der Kipper dann auch voll und wir kommen vorbei. Dann erreichen wir den Fjord. Am gegenüberliegenden Ufer sieht man die größte und umweltfreundlichste Aluminiumhütte der Welt - Norðurál. Die gesamte Energie wird durch Wasserkraftwerke und Geothermal-Kraftwerke erzeugt. Das wäre in anderen Ländern kaum vorstellbar. Kurze Zeit später sind wir am Hvalfjarðargöng – so heisst der Tunnel. Die Maut - zur Tunnelfinanzierung – war auf 20 Jahre begrenzt. Das heisst wir haben Glück, die Tunnelmaut wurde am 28.09.2018 offiziell aufgehoben und wir dürfen kostenlos fahren. Die Geschwindigkeit ist hier auf 70 km/h begrenzt. Für die Enge des Tunnels ist das durchaus in Ordnung. Wenn ich da an den Aubinger Tunnel denke, da darf man auch nur 80 km/h, obwohl der deutlich besser ausgebaut ist. Auffällig ist im Tunnel die schlechte Luft. Man sieht zwar unter der Decke Ventilatoren, aber die Luft ist trotzdem staubig und riecht auch so. Nach knapp 6 km ist alles schon wieder vorbei. Wenn man bedenkt dass pro Tag ca. 5.000 Fahrzeuge hier durchfahren, die sich 50 km Umweg durch den Fjord sparen, dann hat sich der Aufwand für den Tunnel gelohnt. Drüben angekommen fahren wir zum Leuchtturm, bzw. zu den Leuchttürmen. Wieder merkt man, dass die Saison sich dem Ende neigt. Das kleine Visitor-Center ist geschlossen, die Leuchttürme leider auch. Also nur zu Fuss ein bisschen am Ufer lang und ein paar Photos gemacht. Als nächstes wollen wir zum Glymur, einem Wasserfall der etwas versteckt in der Spitze des Fjords liegt. Der direkte Weg ist uns natürlich zu langweilig, also geht es wieder ab auf kleinere Strassen. Tja, und obwohl unser Navi die Strasse, kennt, sie in unserer Karte eingezeichnet ist und auch Google Maps und dort lang schickt – kommen wir nach knapp 5 km an eine Schranke. Wie mittlerweile oft in Island, werden die Zufahrtstrassen der Sommerhaussiedlungen mit Schranken versehen. Auf der einen Seite können wir verstehen, das die genervt sind wenn 20 mal am Tag ein Tourist vor ihrer Tür lang fährt. Aber dann bitte doch die Schranke an den Beginn der Strasse mit einem Hinweisschild. Erst nach 5 km eine Schranke ohne ein Schild nervt dann doch. Also wieder zurück. Dann weiter auf der „Hauptstrasse“ zum Glymur. Am Parkplatz stehen schon etliche Autos. Zu Fuss sind es eine Richtung gute 3 km. Eigentlich kein Problem. Allerdings muss man zweimal durch einen kleinen bzw. einen recht breiten Bach. Dann noch durch eine enge Höhle. Und der Weg – so fern man es so nennen kann – besteht entweder aus losen Felsblöcke oder 10 cm dicken Match. Nach einem knappen Kilometer kehren wir um. Sich komplett einzusauen bzw. nass zu machen ist uns der Wasserfall nicht wert. Einer der Dinge die auf die Liste für den nächsten Besuch kommen – mit dem Hinweis: Nicht bei Regen! Es ist mittlerweile recht spät geworden, und wir entscheiden uns, doch noch ins Fontana Bad in Laugarvatn zu fahren. Da wir die Badesachen bereits fertig gepackt im Auto liegen haben, brauchen wir nicht erst zum Cottage zu fahren. Nach etwas mehr als 1 Stunde kommen wir an. Das Bad ist deutlich kleiner als die blaue Lagune – aber um Längen schöner! Wir haben natürlich auch Glück es ist nicht allzu viel los. Wir probieren die verschiedensten Becken aus, liegen im warmen Wasser und genießen den Blick auf den See. Dann kommen wir mit einem jungen Paar aus der Nähe von Paderborn ins Gespräch. So vergeht die Zeit wie im Flug. Zwischendurch tauchen einzelne Polarlichter am Himmel auf. Zwar nur schwach, aber doch zu erkennen. Wir können uns kaum trennen, so gemütlich ist es im warmen Wasser. Aber es nutzt ja nichts, denn langsam knurrt uns der Magen. Daheim gibt es dann erstmal eine Brotzeit - und wir vernichten so langsam die Reste. Denn in nicht mal 36 Stunden steht die Rückreise an. Als wir im Cottage sind checkt Peter uns schnell noch ein. Reihe 4, wie beim Hinflug. Nun heisst es schon mal, die Koffer zu packen, morgen früh geht es los Richtung Reykjavik. Und für die letzte Nacht wollen wir nicht mehr das ganze Gepäck mit ins Zimmer schleppen. Und während Peter mit dem packen beginnt, klappe ich den Laptop auf…



Sonntag, 7. Oktober 2018
Für heute steht ein Ausflug in das Landschaftsschutzgebiet Reykjanesfólkvangur auf dem Programm. Auf dem Weg dorthin machen wir aber als erstes einen Abstecher zur Ljósafoss Power Station, einem Hydro-Power Kraftwerk. Es gibt ein kleines Besucherzentrum, dort erfährt man viel über das Kraftwerk selbst mit seinen 3 Wasserkraft Turbinen. Aber auch zum Thema regenerative Energien allgemein wird viel erklärt. Wirklich schön und interessant gemacht, mit vielen interaktiven Displays und Experimentier-Stationen. War den Umweg auf jeden Fall wert! Weiter geht es dann wieder Richtung Nesjavellir. Von da aus wollen wir die 435 nehmen Richtung Reykjavik. Große Schilder warnen, dass die Strasse von Oktober bis Mai nur auf eigene Gefahr zu befahren ist, es gibt keinen Winterdienst. Da es noch ganz gut aussieht, fahren wir erstmal drauf los. Dann wird es schon ein wenig glatter, zum Teil liegt Schnee. Die Steigungen und Gefälle dort betragen zum Teil mehr als 14%. Auch wenn für Peter noch alles unproblematisch ist, mir macht das gerade keinen Spass – bin halt doch ein Schisshase. Dann kommt uns ein Einheimischer entgegen, der uns auch davon abrät, weiter zu fahren. Der Strassenzustand soll sich in die Berge rein noch verschlechtern, ausserdem wird es einspurig. Peter juckt es immer noch, weiter zu fahren. Aber dann entscheidet er sich doch, wieder zurück zu fahren. Da wir die Pläne ändern müssen, ändern wir direkt richtig. Also erst einmal nach Selfoss. Dort tanken – und ganz nebenbei auch einen leckeren Burger vernichten. Wir haben zwar eine Brotzeit eingepackt – aber dann ist halt das Abendessen nachher direkt fertig, wenn wir heim kommen. Mit vollem Tank geht es dann von Selfoss aus an die Küste nach Eyrarbakki. Dann wollen wir vor Þorlákshöfn wieder ein kleines Stück Richtung Norden und dann nach Westen auf die 380. Tja, aber die ist aktuell leider eine Sackgasse. Vermutlich ist mittendrin ein Stück weggeschwemmt. Wir wissen es nicht, Fakt ist aber, da geht es nicht lang. Also weiter in nördlicher Richtung auf der Strasse bleiben, bis wir auf die 1 – die Ringstraße kommen. Wie erwartet nimmt der Verkehr zu, die Ringstrasse ist nun mal die Lebensader von Island und daher auch die Strasse mit den meisten Touristen. Aber wir bleiben nicht lange drauf, denn bereits nach kurzer Zeit erreichen wir die Grenze des Naturschutzgebietes. Also Blinker links und Richtung Thrihnukagigur Volcano. Nach ein paar Kilometern sind wir plötzlich mitten im Winterwunderland – und die dicken weissen Schneehauben auf den pechschwarzen Vulkanhügeln bilden ein irren Kontrast. Die Strasse ist zum Teil gut verschneit, aber mit dem geschotterten Untergrund macht es keine Probleme. Wir könnten stundenlang so weiter fahren. Doch kurz nachdem wir den Vulkan hinter uns lassen, ist auf den Strassen wieder Herbst. Statt den Park komplett auf der 42 zu durchqueren verkrümeln wir uns bereits nach kurzer Zeit auf eine kleine Schotterpiste. Und da fängt es an, richtig Spaß zu machen. Keine anderen Fahrzeuge, tolle Landschaft, jede Menge Wasserfurten. Das ist der Grund warum wir Island so lieben. Irgendwann kommen wir an der Küste raus – ein toller Anblick wie die Sonne auf dem Wasser glitzert! Langsam wird es Abend, und zurück durch den Park nehmen wir dann doch die 42, vorbei an dem wunderschönen und großen See Kleifarvatn mit seinen heißen Quellen. Überall dampft es aus der Erde, immer wieder ein toller Anblick! Dann sind wir zurück in bewohnteren Gebieten. Heimwärts stoppen wir nochmal in Selfoss und waschen das Auto ab, mittlerweile ist es so eingesuhlt dass man kaum noch die Türgriffe anfassen kann. Dann zurück und Daumen drücken, denn für heute Abend ist eine hohe Aktivität in Bezug auf Polarlichter angesagt. Mal schauen was der Abend so bringt.
P.S. und wir haben Glück - der Abend bringt jede Menge wundervoller Polarlichter 😊



Samstag, 6. Oktober 2018
Heute kommen wir irgendwie nicht richtig in die Gänge und sind einfach total unschlüssig, was wir unternehmen sollen. Die Wetteraussichten sind für den gesamten Südwesten eher schlecht. Nur im Cottage zu hocken macht aber auch keinen Sinn. Nachdem wir dann eine Weile in unseren Reiseführer geblättert haben, entscheiden wir uns für einen Ausflug zu den Hraunfossar, eine Wasserfall-Gruppierung zwischen den Orten Reykholt und Húsafell. Wobei Húsafell nicht wirklich ein Ort ist, sondern nur eine Ansammlung von Sommerhäusern. Entstanden ist das ganze aus einer Künstlerkolonie des späten 19. Jahrhunderts ( und nein, ich hab nicht Geschichte Islands studiert, aber ich finde mich auf Wikipedia gut zurecht 😊). Da die Kaldidalur auf Grund von Schnee leider gesperrt ist, können wir die 550 nur bis zur Kreuzung mit der 52 fahren. Zwischendurch teilt sich die Straße auf einige Kilometer und wir entscheiden uns natürlich für den nicht asphaltierten Part. Wunderschön – wobei die Strecke zum Teil eher ein Track als eine Schotterpiste ist. Aber Dank Allrad kein Problem. Und auch auf der weiteren Strecke kommen zu unserem großen Vergnügen noch etliche Schotterpisten. Dann erreichen wir Reykholt. Hm, eigentlich soll der „Ort“ mehr als 350 Einwohner haben. Sieht aber ehrlich gesagt nicht mal nach 50 aus. Wie dem auch sei, weiter geht es zum Hraunfossar. Wir beeilen uns, denn das Wetter wird immer schlechter. Zum Glück sind es nur noch ein paar Kilometer. Wir sind gespannt, denn diese Wasserfälle sind besondere, da diese scheinbar direkt aus den Lavafelsen entspringen. Der Fluss Hvitá ist nicht zu sehen, da er bereits einen Kilometer vorher in den Lavafelsen versickert. Und erst an den Fällen tritt der Fluss in Form von über hundert kleinen und großen Wasserfällen wieder aus dem Gestein aus. Wir haben Glück und das Wetter hält sich noch. Wir laufen als erstes bis zum Barnafoss, ein wirklich schöner Wasserfall, nicht sehr hoch aber mit tollen Strudeln und einem milchigen Blau. Dann laufen wir weiter zum Hraunfossar. Wow, als hätte jemand einen Rasensprenger in den Felsen vergraben. Auf einer Breite von mehreren hundert Metern läuft, plätschert, rinnt und sprudelt das Wasser aus dem Basalt. Wir machen Photos aus allen möglichen Perspektiven, das ist wirklich mal etwas sehr besonderes und ich freu mich dass wir den doch weiten Weg gemacht haben. Dann geht es zurück zum Auto. Wir folgen erst noch der 518 und kommen an der Kreuzung vorbei, wo die gesperrte Kaldidalur Piste dazu kommt. Aber wie gesagt, die ist leider gesperrt. Also fahren wir an Húsafell vorbei und auf der anderen Seite der Fälle zurück. Wir überlegen, ob wir noch einen Abstecher zum Glymur machen sollen. Aber das Wetter wird immer schlechter, es schneit und stürmt. Wir entscheiden uns daher, doch lieber den direkten Weg Richtung Laugarvatn bzw. Austurey zu nehmen,und die Entscheidung erweist sich als richtig. Denn je weiter wir fahren um so schlechter wird das Wetter. Als wir gerade parken um die verschneite Landschaft zu photografieren , hält ein Ehepaar aus den USA und fragt ob wir Hilfe benötigen. Das nenne ich mal Hilfsbereitschaft! Wir tauschen uns kurz über die Strassenverhältnisse aus, dann geht es weiter. Der Wind peitscht und wo eben noch das Herbstlaub zu sehen ist, ist nun alles weiss gepudert. Und so verrückt es klingt, man kann den Flüssen und Seen fast zuschauen, wie sie zufrieren. Wo eben noch – 2 oder 3 Stunden vorher – ein Fluss vor sich hin plätscherte, sieht man jetzt dicke Eisplatten. Unglaublich wie schnell das geht. Am stärksten sieht man es am Sandkluftavatn. Auf dem Hinweg sah man ein bisschen Eis am Uferrand. Nun liegt auf dem gesamten See eine dicke Schneeschicht, das heisst da drunter hat es blitzschnell gefroren. Das ist das tückische am Wetter hier. Innerhalb von einer halben Stunde ist hier alles anders. Bis jetzt läuft aber eigentlich trotz des Wetters alles gut. Doch jetzt kommt ein Bereich mit erst 12% Steigung, dann 14% Gefälle. Mit dem Schnee auf der Strasse und überfrierender Nässe mache ich mir doch erst etwas Sorge. Aber Peter lenkt den Kia vorsichtig durch die Serpentinen rauf und runter. Und nur ein paar Kilometer weiter ist plötzlich der Winter vorbei. Es regnet und die Temperaturen sind kurz über null. Dann ist es wieder trocken. Doch bis wir letztendlich zurück in Austurey sind, wechseln sich Regen und Schnee dann doch noch ein paar mal ab. Gegen 19 Uhr sind wir zurück und uns erwartet unser kuschelig warmes Cottage. Als erstes mache ich uns einen Kaffee - und dann wartet meine Tastatur auf mich.



Die Sonne lacht, also planen wir für heute nochmal einen Ausflug zum Þingvellir. Nach der vielen Fahrerei in den Superjeeps die letzten Tage brauchen wir dringend etwas Bewegung. Also ein kleines Picknick eingepackt, dicke Jacken und dann los. Das Wetter ist wirklich grandios. Über die 365 geht es nach Westen an den Þingvallavatn. Dann im Norden um den See rum. Da die 36 auf Grund einer Baustelle gesperrt ist, wird der gesamte Verkehr über die 361 umgeleitet. Die ist jedoch größtenteils einspurig, so dass provisorische Ausweichbuchten angelegt wurden. Dumm nur dass die meisten Chinesen damit überfordert sind. Aber irgendwann haben wir uns durchgekämpft. Wobei der verkehr tatsächlich dichter ist als im Juni. Aber gut, wenn wir meinen wir müssen uns Island im Oktober anschauen, dürfen andere das halt auch – leider… Da die großen Parkplätze alle kostenpflichtig sind, haben wir uns für einen Parkplatz etwas ausserhalb entschieden. Bei dem tollen Wetter laufen wir gerne mal ein paar Schritte mehr. Aber auch wenn der Himmel strahlend blau ist, ziehen wir unsere dicken Jacken, Handschuhe und Mützen an. Denn es ist Herbst – und das bedeutet in Island das ein heftiger und vor allem schneidender Wind geht. Als erstes laufen wir zum Öxarárfoss, schon vom Parkplatz aus können wir ihn rauschen hören und er ist immer noch genauso wunderschön anzuschauen wie im Sommer. Dann gehen wir weiter durch die Schlucht mit ihren Basaltsäulen bis zum Trailhead. Überall zwischen den Felsen sieht man kleine Sträucher mit rotem Laub. Ich vermute dass es Heidelbeeren sind – bin mir aber nicht ganz sicher. Am Parkplatz des Trailhead ist Schluss, und so gehen wir wieder zurück. Vorbei am Öxarárfoss und am Lögberg hoch zum Parkplatz P1. Auch hier ist tatsächlich deutlich mehr los als im Juni, aber egal. Das wichtigstes für mich: Erstmal Kaffee wegbringen 😊 Danach kurz zum Aufwärmen ins Café und den Souvenirshop. Wir kapern uns einen Kaffee und stöbern ein wenig durch den Büchershop. Da ich das Buch über die Geologie Islands jetzt zum gefühlten 300 mal durchblättre, und es bei Amazon noch teurer ist als hier (ja, das ist tatsächlich möglich) nehme ich es mit. Und freu mich auf kalte Winterabende mit heissem Tee und einer tollen Lektüre. Peter findet die Zusammensetzung von Quarzen zwar nicht so interessant wie ich, aber ist jetzt ja auch mein Buch und nicht seins – ich finde es toll! Wobei seine Buchauswahl auch nicht schlecht ist – er hat sich für ein Buch über die Jólasveinar entschieden, die isländischen Weihnachtsmänner (dreizehn an der Zahl) oder vielmehr Weihnachstrolle. Ich bin gespannt auf die Geschichte! So, aufgewärmt und gut gelaunt geht es nun rüber in das Tal bzw. zur Þingvallakirkja. Das haben wir das letzte mal nämlich nicht mehr geschafft. In einem großen Bogen geht es dann zurück, vorbei an der Silfra Verwerfung – dort am anderen Ende sind wir letztes Mal geschnorchelt. Dann sind wir am Auto. Juchhu, waren nämlich alles in allem doch gut 12 oder 13 km, und gefühlt durchgehend Gegenwind - fast wie an der Ostsee! Da es noch zu früh ist, um zum Cottage zurück zu fahren, entscheiden wir uns für eine etwas verlängerte Heimreise. Wir umfahren den See an seiner Westseite, dann biegen wir ab auf die 435 Richtung Kraftwerk Nesjavellir. Der Ausblick über den Þingvallavatn ist von dort grandios. Ich bin mal gespannt, wenn wir daheim unsere Juni Photos mit denen von heute vergleichen. Dann geht es weiter über die 360, 350 und 35 bis Selfoss. Wir tanken - und da es noch etwas dauert bis wir zurück in Austurey sind, gönnen wir uns als Abendessen den ersten Burger des Urlaubs. Dann geht es langsam zurück und ein wirklich schöner Herbsttag ist zu Ende.