Manchmal kommt es eben anders als gedacht… Wir starten müde in den Tag, der gestrige Ausflug nach Genf war doch sehr lang und das Laufen in der Stadt strengt deutlich mehr an als durch Wald und Flur. Nach dem Frühstück kramen wir zusammen, dann die bekannte Routine: Abwaschen, Müll weg, Toilette leeren. Gegen 11 Uhr rollen wir vom Platz, unser erstes Tagesziel heisst Grenoble. Dort wollen wir mit dem Telepherique auf die Bastille rauf fahren. Parken ist leider in Grenoble ein Problem, wir planen diverse Varianten aus. Zum Schluss entscheiden wir uns dazu, zum Auchan nach Fontaine zu fahren, die 7 Kilometer zur Talstation der Seilbahn wollen wir radeln. Ausserdem können wir dann auch direkt beim Auchan tanken, aus Erfahrung vom letzten Jahr haben die üblicherweise sehr gute Preise. Von Genf geht es erst über die Chaussee nach Frankreich, und dann auf die Autobahn. Nach gut 2 Stunden erreichen wir den Auchan. Schnell tanken wir und suchen ein ruhiges Plätzchen für unser Womo. Bevor Peter die Räder vom Träger baut, schaut er kurz über Google nach der Route und stutzt, denn da steht: Telepherique geschlossen. Wir sind irritiert, denn seit dem 01.04. hat der täglich geöffnet. Also schauen wir nochmal auf der Website nach: und auch da steht: ab 01.04.2026 täglich geöffnet. Als wir aber weiter nach unten scrollen ploppt plötzlich auf: Geschlossen am 27.04.2026. Na toll, gut dass wir es noch gesehen haben. Wir sind frustriert, und gehen jetzt erst einmal im Auchan etwas essen. Es gibt dort einen kleinen Imbiss, und das Tagesgericht ist Tartar mit Pommes Frites und Salat. Na ja, wenigstens etwas. Und der Espresso kostet 1,80 €, das ist auch ein guter Preis. Satt und etwas getröstet laufen wir noch eine Runde durch den riesigen Supermarkt, kaufen Salat, Chips, Cidre und etwas zu grillen, dann machen wir uns weiter auf den Weg. Erst einmal gen Süden zum Gorge du Verdon, diesmal fahren wir nur Landstraße. Wir sind noch unschlüssig, zu welchem Teil der Schlucht wir jetzt am besten fahren. Irgendwann entscheiden wir uns dann für den See Saint La Croix, dort finden wir einen netten Campingplatz, der angeblich bis 19.30 Uhr geöffnet ist. Ohne Autobahn kommen wir nur schleppend voran, dafür ist die Aussicht teils spektakulär. Und Tatzel und der beste Fahrer von allen kämpfen sich tapfer die Passstraßen rauf und runter. Kurz nach 19 Uhr erreichen wir den Campingplatz, und haben noch fast freie Auswahl bei den Plätzen. Um 20 Uhr sitzen wir dann gemütlich bei Espresso und einem Gin Tonic in der warmen Sonne neben Tatzel und freuen uns das wir angekommen sind. Aber so langsam wird es frisch, also verkrümeln wir uns rein. Ich decke schnell den Tisch, heute gibt es nur Brotzeit, dann geht die Planung der kommenden Tage weiter. Hier am Gorge du Verdon bleiben wir bis zum 30.04., und ab dem 30.04. haben wir eine Reservierung in Antibes gestartet, mal schauen ob wir da morgen den Zuschlag bekommen, denn von dort könnten wir gut Monaco, Nizza und Cannes besichtigen. Wir werden sehen…