Nach einer ruhigen Nacht und einem leckeren Frühstück machen wir Tatzel und uns abfahrbereit – denn heute geht es weiter gen Süden. Als erstes müssen wir ein Stück des Weges zurück, und zwar bis kurz hinter der Brücke „Pont du Galetas“ die den Eingang zur Verdun Schlucht markiert. Und ab jetzt wird es spannend – sowohl was die Landschaft angeht als auch die Strecke. Denn wir fahren nun auf der D952 bis nach Castellan. Die Strasse windet sich in engen steilen Kehren und der Blick in die Schlucht ist unglaublich. Und sollte es mal eng werden ist es auf jeden Fall die bessere Option, mit dem Gegenverkehr zu kollidieren als versuchen auszuweichen. Denn nach rechts geht es gefühlt unendlich tief runter. Aber ich habe ja bei einem professionellen Fahrer gebucht 😊 also alles im grünen Bereich. Von Castellan aus geht es weiter Richtung Grasse, die Strasse ist nicht ganz so spektakulär aber fahrerisch auch sehr anspruchsvoll. Oben auf einem der Pässe ist ein großer freier Parkplatz und wir machen Mittagspause und picknicken mit Baguette und Käse. Weiter geht es – und wir cruisen gemütlich durch das wunderschöne Département Alpes-de-Haute-Provence. Dann erreichen wir Grasse und dort wollen wir einen Stop beim Decathlon machen. Ich brauche neue Trekkingsandalen und die sind hier in Frankreich günstiger. Die geplante Route ist zwar für Fahrzeuge > 3,5 T gesperrt, aber scheinbar ist hier fast jede Strasse für schwerere Fahrzeuge gesperrt. Hm, also Augen zu und durch. Und knapp eine Viertelstunde und ein dutzend enger Gassen später stehen wir dann auch auf dem Parkplatz des großen Sportgeschäftes. Schnell werden wir fündig, dazu erstehe ich auch noch ein paar Shirts im Ausverkauf und Peter bekommt Sneaker Socken, seine hat er nämlich daheim vergessen. Weiter geht es nun Richtung Mittelmeerküste. Doch bevor wir zum Campingplatz fahren, hat Peter noch eine Tankstelle bei der Supermarktkette E.Leclerc rausgesucht. Die Tankstelle ist eng, es ist die Hölle los – aber der Preis ist dafür mit 2.146 € auch wirklich gut – wer hätte geglaubt dass wir das mal sagen werden!! Wir erreichen den Campingplatz gegen 16 Uhr. Als erstes nivelliert Peter das Womo aus, dann heisst es Markise raus und Tisch und Stühle aufbauen, während ich mich um den Kaffee kümmer und schon mal die Schwimmsachen raussuche. Da der Pool nur bis 18 Uhr geöffnet ist, ist das unser erstes Ziel hier. Nachdem wir eine Runde geschwommen sind, trinken wir nochmal einen Kaffee, dann baut Peter die Räder runter und wir radeln zum Bahnhof von Biot. Da wollen wir morgen unseren Ausflug nach Monaco starten und uns vorab schon mal anschauen, ob und wo wir die Räder morgen anschliessen können. Wir stellen schnell fest, dass es da genug Möglichkeiten gibt, und der Radweg ist auch super. Zweispurig, und durch Betonblöcke von der Fahrbahn getrennt, wirklich toll zum radeln. Wir schauen noch kurz an den Strand, es toben hohe Wellen, also zum Baden lädt es gerade nicht ein. Dafür können wir Nordöstlich die Skyline von Nizza sehen, das haben wir jedoch erst in zwei oder drei Tagen auf dem Programm. Zurück am Womo ist Zeit zum Abendessen, dann gibt es einen telefonischen Bericht für Mutter. Ja – und morgen geht es zu den Schönen und Reichen… Bericht folgt.
eowynrohan am 30. April 2026