Montag, 4. Mai 2026
Heute ist Abreisetag, also startet heute früh die übliche Routine mit Müll wegbringen, Spülen, Wasser auffüllen etc. In der Nacht hat es geregnet, aktuell ist es trocken, mal sehen was der Tag noch so bringt. Der direkte Weg nach Saint Tropez wäre natürlich viel zu langweilig, also hat Peter mal wieder eine kurvenreiche Strecke rausgesucht, die unseren Tatzel rauf und runter scheucht. Die Strecke ist wirklich sehenswert, auch wenn wir gerade quasi „Falsch rum“ fahren, denn dadurch, dass wir von Ost nach West fahren, sitze ich zum Landesinneren hin, was fürs Photo machen nicht unbedingt ideal ist. Aber heute ist das Wetter so trüb, da macht Photos machen eh kaum Sinn. Parken in Saint Tropez mit einem Wohnmobil ist auch eher eine Herausforderung, denn wie so oft an der Küste sind alle Parkplätze auf 2 m Höhe limitiert. Also hat er über Google Street View mal die Einfallstraßen angeschaut und ist fündig geworden. Dort gibt es immer wieder Parkbuchten, vielleicht haben wir ja Glück. Und tatsächlich finden wir einen Streifen neben der Strasse wo Tatzel hinpasst. Ich muss zwar über den Fahrersitz aussteigen, weil wir direkt an der Hecke parken, aber das ist ja kein Problem. Jetzt ist auch noch die Sonne rausgekommen, also nehmen wir nur unsere kleinen Cross Bag Rucksäcke und laufen los, nach ungefähr 2 Kilometern erreiche wir den Beginn der Altstadt. Wir laufen durch zum Hafen, und hier liegen dann wieder richtig richtig edlen Yachten, das ist wirklich nur was für Leute die nicht mehr wissen wohin mit ihren Geld. Wir laufen einmal die komplette Mole lang zu dem kleinen Leuchtturm, und mittlerweile ist es finster geworden und beginnt zu spritzeln. Aber egal, wir sind ja nicht aus Zucker. Zurück gehen wir nochmal durch die kleine Altstadt, und kaufen die beiden obligatorischen Ansichtskarten. Da sind sich übrigens alle einig, egal ob Monaco, Nizza, Cannes oder Saint Tropez: 2 Karten kosten 1 €, Standardpreis scheinbar. Und auserdem ist alles andere auch genau so teuer wie in Monaco oder Nizza, obwohl Saint Tropez wirklich nur ein kleines Dorf ist. Wir laufen zurück zum Auto und auf die letzten Meter werden wir doch noch etwas nass, aber nicht schlimm, unsere Shirts sind ruckzuck wieder trocken und von den Hosen ist das meiste Wasser abgeperlt. Weiter geht es nun, wir wollen jetzt Richtung Hyere. Auch diesmal geht es wieder durch kleinste Gassen und enge Kurven, scheinbar vermisst hier jemand schottische Strassen. Das Parken erweist sich hier leider grundsätzlich als Problem, und so entscheiden wir uns spontan, dass wir versuchen über France Passion einen Stellplatz für die Nacht zu bekommen, und dann in Ruhe überlegen, was wir weiter machen wollen. Hier in der Nähe ist ein Hersteller von Spirulina Algen, der über France Passion kostenfreie Stellplätze anbietet, da rufen wir an, denn Anreise ist nur bis 19 Uhr. Mit einer Mischung aus englisch und französisch frage ich nach, ob wir kommen können, und er bejaht. 25 Minuten später rollen wir auf das Grundstück. Ausser uns ist noch ein Kastenwagen aus Frankreich da, dessen Fahrer spricht sehr gut englisch, und so klappt es besser mit der Verständigung zwischen unserem Gastgeber und uns. Wir verabreden uns noch für den anderen Morgen um 9 Uhr, um uns (anstandshalber) die Algenfarm anzusehen, auch wenn wir nichts davon halten. Und dann geht es an die Planung der kommenden Tage. Um 23 Uhr haben wir dann eine grobe „Marschrichtung“ und ich hole meinen Rechner raus zum tippern.