Montag, 27. April 2026
Manchmal kommt es eben anders als gedacht… Wir starten müde in den Tag, der gestrige Ausflug nach Genf war doch sehr lang und das Laufen in der Stadt strengt deutlich mehr an als durch Wald und Flur. Nach dem Frühstück kramen wir zusammen, dann die bekannte Routine: Abwaschen, Müll weg, Toilette leeren. Gegen 11 Uhr rollen wir vom Platz, unser erstes Tagesziel heisst Grenoble. Dort wollen wir mit dem Telepherique auf die Bastille rauf fahren. Parken ist leider in Grenoble ein Problem, wir planen diverse Varianten aus. Zum Schluss entscheiden wir uns dazu, zum Auchan nach Fontaine zu fahren, die 7 Kilometer zur Talstation der Seilbahn wollen wir radeln. Ausserdem können wir dann auch direkt beim Auchan tanken, aus Erfahrung vom letzten Jahr haben die üblicherweise sehr gute Preise. Von Genf geht es erst über die Chaussee nach Frankreich, und dann auf die Autobahn. Nach gut 2 Stunden erreichen wir den Auchan. Schnell tanken wir und suchen ein ruhiges Plätzchen für unser Womo. Bevor Peter die Räder vom Träger baut, schaut er kurz über Google nach der Route und stutzt, denn da steht: Telepherique geschlossen. Wir sind irritiert, denn seit dem 01.04. hat der täglich geöffnet. Also schauen wir nochmal auf der Website nach: und auch da steht: ab 01.04.2026 täglich geöffnet. Als wir aber weiter nach unten scrollen ploppt plötzlich auf: Geschlossen am 27.04.2026. Na toll, gut dass wir es noch gesehen haben. Wir sind frustriert, und gehen jetzt erst einmal im Auchan etwas essen. Es gibt dort einen kleinen Imbiss, und das Tagesgericht ist Tartar mit Pommes Frites und Salat. Na ja, wenigstens etwas. Und der Espresso kostet 1,80 €, das ist auch ein guter Preis. Satt und etwas getröstet laufen wir noch eine Runde durch den riesigen Supermarkt, kaufen Salat, Chips, Cidre und etwas zu grillen, dann machen wir uns weiter auf den Weg. Erst einmal gen Süden zum Gorge du Verdon, diesmal fahren wir nur Landstraße. Wir sind noch unschlüssig, zu welchem Teil der Schlucht wir jetzt am besten fahren. Irgendwann entscheiden wir uns dann für den See Saint La Croix, dort finden wir einen netten Campingplatz, der angeblich bis 19.30 Uhr geöffnet ist. Ohne Autobahn kommen wir nur schleppend voran, dafür ist die Aussicht teils spektakulär. Und Tatzel und der beste Fahrer von allen kämpfen sich tapfer die Passstraßen rauf und runter. Kurz nach 19 Uhr erreichen wir den Campingplatz, und haben noch fast freie Auswahl bei den Plätzen. Um 20 Uhr sitzen wir dann gemütlich bei Espresso und einem Gin Tonic in der warmen Sonne neben Tatzel und freuen uns das wir angekommen sind. Aber so langsam wird es frisch, also verkrümeln wir uns rein. Ich decke schnell den Tisch, heute gibt es nur Brotzeit, dann geht die Planung der kommenden Tage weiter. Hier am Gorge du Verdon bleiben wir bis zum 30.04., und ab dem 30.04. haben wir eine Reservierung in Antibes gestartet, mal schauen ob wir da morgen den Zuschlag bekommen, denn von dort könnten wir gut Monaco, Nizza und Cannes besichtigen. Wir werden sehen…



Sonntag, 26. April 2026
Direkt bei der Ankunft gestern haben wir an der Rezeption Milchbrötchen und ein Croissant für das Frühstück bestellt, die Peter nach dem Aufstehen abholt. Stolze Preise, aber Genf ist ja nun mal eine der teuersten Städte der Welt, das werden wir im Lauf des Tages noch öfter merken. Trotzdem lassen wir uns natürlich das Frühstück schmecken, und die Milchbrötchen sind wirklich Weltklasse. Das Wetter ist gerade etwas schwierig, aktuell ist es wirklich noch frisch, aber später soll es warm werden. Peter trägt seine übliche Kombi aus Longsleeve und T-Shirt drüber, so dass er bei Bedarf auf kurzärmelig wechseln kann. Ich mache es ihm nach, aber ziehe vorsichtshalber noch einen Kapuzenpulli drüber. Dann laufen wir los zur Bushaltestelle – dazu müssen wir 650 m bergauf – steil bergauf! Da wir den Bus um 10 Minuten verpasst habe, ist nun warten angesagt, der nächste kommt erst in 25 Minuten. Aber nun gut, wir setzen uns aufs Bänkle und planen schon mal was wir als erstes machen wollen. Der Bus kommt pünktlich, und dank der Kurkarte können wir kostenlos fahren. Nach 17 Minuten erreichen wir die Endhaltestelle der Linie E, Genève Rive. Von dort laufen wir als erstes direkt zum Wasser und zum Jet d’Eau, dem Wahrzeichen von Genf. Der Wasserstrahl ist bis zu 140 m hoch und fast von jedem Punkt in Genf aus zu sehen. Wir machen ungezählte Photos, und dann laufen wir immer entlang des Sees, über die Pont du Mont Blanc und den Quai du Mont Blanc bis hoch zum Parc Mon Repos. Wir haben Glück mit dem Wetter, können weit über den See schauen und das Mont Blanc Massiv glänzt in der Sonne. Der Park ist wirklich schön, die Sonne lacht und überall wird gepicknickt. Unterwegs gönnen wir uns einen Espresso, die Preise sind zwar heftig, aber wenigstens ein kurzer Stop muss drin sein. Zum Glück haben wir ausreichend gefrühstückt, hungrig sind wir also nicht. Weiter geht es nun vorbei an dem riesigen Gebäudetrakt der WTO, also der Welthandelsorganisation. Natürlich alles ummauert, umzäunt und Kameraüberwacht. Dann erreichen wir den botanischen Garten, der glücklicherweise ohne Eintritt ist. Bei den Preisen hier ist es schön, wenn mal was umsonst ist. Der botanische Garten ist wirklich sehenswert, überall sind Wasserläufe und kleine Teiche, riesige Bäume und dann wieder die tollen Gewächshäuser. Dann geht es wieder zurück ans Ufer und wir stellen uns am Wassertaxi an, denn auch das können wir Dank der Kurkarte umsonst nutzen. Die Fahrt bringt uns einmal über den See, dort steigen wir direkt um ins nächste und fahren jetzt zurück in die Spitze vom See. An einem Kiosk holen wir uns ein Eis am Stiel, dann laufen wir los Richtung Altstadt, mal wieder bergauf. Die Fußgängerzone ist wie ausgestorben, ist ja auch Sonntag heute. In den kleinen Gassen Richtung Rathaus tummeln sich dann schon wieder einige Touristen. Wir laufen bis zur Kathedrale, machen zwei, drei Photos, und dann reicht es uns langsam für heute. Jetzt laufen wir bergab wieder bis fast zum See und dann sind wir wieder an der Bushaltestelle, an der heute vormittag unser Spaziergang anfing. Knapp 20.000 Schritte haben wir gemacht, und das bei strahlendem Sonnenschein. Genf ist nett, aber einfach nicht unsere Preisklasse. Jede Menge teurer Autos, Gucci, Prada und horrende Preise – dann sind uns doch Wanderungen in der Natur lieber und wir freuen uns schon auf den Gorge du Verdon. Wir sind froh als der Bus endlich kommt, dann noch eine gute Viertelstunde Fahrt und 10 Minuten zu Fuß bis wir am Womo sind. Als erstes gibt es einen Nachmittags-Espresso, und dann holt Peter noch seine Drohne raus. Wow, Sonnenuntergang am Genfer See, das sind tolle Bilder geworden! Und während Peter das Drohnen Equipment wieder verräumt, setze ich mich schon mal an die Tastatur. Denn mittlerweile ist es nach 20 Uhr und wir müssen ja auch noch den morgigen Tag planen.



Samstag, 25. April 2026
Zurück auf der Piste - endlich! Nach vielen Wochen „Aussendienst“ in Braunschweig bei mir und diesmal nur ein paar wenigen Matchen bei Peter ist es endlich soweit, und unser (erster) großer Urlaub hat begonnen. Nachdem wir gestern noch bis abends spät gepackt haben, sind wir morgens recht zügig abfahrbereit. Von den Nachbarn haben wir uns bereits am Abend zuvor verabschiedet, und um 09.15 Uhr rollen wir aus der Parkbucht. Heute wird Strecke gemacht, unser Tagesziel ist Genf bzw. Genève. Wir fahren erst einmal quasi wie zu Muttern, vorm Allacher Tunnel stauen wir kurz auf Grund der großen Baustelle. An Gilching fahren wir vorbei, Muttern ist in Olching auf dem Flohmarkt, außerdem wollen wir vor 18 Uhr am Campingplatz am Genfer See sein. Mal schaun, gebucht ist noch nichts. Wir fahren erst einmal bis Zürich, dann sehen wir ob wir es noch bis Genf schaffen. Aber es läuft wirklich super, Peter schaukelt uns gut gelaunt und brav an die Geschwindigkeitsbeschränkungen haltend zuerst bis bzw. durch Bregenz, dort tanken wir für 1.90 €. Wer hätte vor einigen Wochen gedacht, dass wir uns bei diesem Preis mal freuen wie kleine Kinder an Weihnachten. Weiter geht es nun in der Schweiz, dort gehen wir auf die Autobahn, die Schwerlastabgabe in Höhe von 25 Franken hat Peter vorab gebucht. Es läuft richtig gut, und kurz hinter Zürich rufe ich am Campingplatz an. Wir sollen einfach online buchen, Anreise dann bis 22 Uhr. Fix buche ich uns einen Platz, und wir haben Glück und es läuft weiterhin wirklich entspannt. In Genf staut es dann nochmal gute 20 Minuten, und um 17.15 Uhr erreichen wir den Campingplatz, der direkt am See liegt. Ein absoluter Traum! Wir bekommen einen schönen Platz, und die Nachbarn zur rechten und linken sind auch wirklich nett, schnell kommen wir uns Gespräch. Als erstes koche ich uns einen Espresso, dann laufen wir zum See. Peter krempelt mutig seine Hosenbeine hoch und watet einmal durch das (laut Rezeption) 13° C kalte Seewasser – ich streike. Aber auf das Selfie mit dem Jet d’Eau – dem Highlight auf dem Genfer See – darf ich trotzdem mit drauf – da habe ich ja Glück. Dann erkunden wir den Platz und das Sanitärgebäude, alles top. Nach einem weiteren Espresso ist Abendessen angesagt. Ich habe gestern Abend noch Brot gebacken, und heute Abend kommt zum ersten Mal das neue (alte) Brotmesser von Mama zum Einsatz. Dazu gönnen wir uns einen leckeren Gin Tonic. Ach was geht es uns gut! Nach dem Essen setze ich mich an den Rechner während Peter den Fahrplan studiert für unseren morgigen Ausflug nach Genf, denn als Gäste das Campingplatzes können wir mit der Kurkarte alle öffentlichen Verkehrsmittel kostenfrei nutzen. Wir werden berichten.