Dienstag, 5. Mai 2026
Die Nacht ist laut, es regnet nicht nur, es schüttet. Dazu kommt ein lautes und die halbe Nacht anhaltendes Froschkonzert, da gerade Paarungszeit ist und unser Gastgeber neben Spirulina auch Frösche züchtet. Also alles in allem sehr idyllisch! Zum Frühstück schütte ich seit langem mal wieder einen Kaffee von Hand auf, da wir ja autark stehen, also ohne Strom. Da müssen wir uns erst mal wieder dran gewöhnen, schmeckt doch anders als aus der Nespresso Maschine. Um 9 Uhr stehen wir pünktlich bei David vor der Halle seiner Spirulina Zucht. Leider kommt unser „Nachbar“ doch nicht zum dolmetschen dazu, und so erklärt David uns in einer Mischung aus Englisch, Französisch und anhand einiger Photos seine Farm. Das Ganze hat vor ca. vier Jahren begonnen, und er hat viel Equipment selbst entwickelt, um nicht nur qualitativ hochwertige Algen herzustellen sondern dabei auch noch so wenig Energie wie möglich zu verbrauchen. Er arbeitet auf der Farm normalerweise täglich von 4 Uhr früh bis 13 Uhr, aber heute muss er frei machen da es in der Nacht geregnet hat und die Luftfeuchtigkeit zu hoch ist um Spirulina herzustellen und zu trocknen. Er erklärt und zeigt alles detailliert. Wir erfahren, dass in Afrika zum Beispiel die Algen nicht nur als Nahrungsergänzungsmittel bei Mangelernährung eingesetzt werden, sondern auch grundsätzlich als Lebensmittel. Alles ziemlich spannend, um zum Schluss müssen wir natürlich auch probieren. Eigentlich ganz lecker, denn ich mag ja salzig gern! Dann erzählt er noch, dass im Bekanntenkreis ein Imker im Winter seinen Bienen Spirulina zufüttert, um sie besser durchzubringen, das sorgt dann für blau-grünen Honig. Hm, das muss man mögen. Auf jeden Fall bringen wir Teta eine Tüte Spirulina-Würmchen mit für Versuche. Dann verabschieden wir uns von David und fahren los, aber heute haben wir nur eine kurze Strecke, denn es geht zurück auf die Halbinsel Giens, direkt vor der Insel Porquerolles. Auf dem Weg halten wir noch an einem Supermarkt an, und füllen die Vorräte etwas auf. Alles echt teuer, aber die riesigen Gambas kosten dafür dann unter 5€ / Pfund. Also gibt es heute Abend Gambas, Baguette und Salat, sehr schön. Wir checken bereits um kurz nach 11 Uhr auf dem Campingplatz ein, und haben nun den ganzen Tag Zeit. Als erstes machen wir Brotzeit, dann laufen wir runter zum Anleger und kaufen unsere Fährtickets für morgen. Im Bogen geht es zurück zum Campingplatz und dann ist einfach mal nichts tun angesagt. Morgen gibt es dann wieder mehr zu berichten…