Freitag, 26. Juni 2020
In der Nacht hat es nochmal deutlich abgekühlt, darum lüften wir am Morgen erst mal gründlich durch. Ich gehe eben die paar Schritte Richtung Rezeption, denn direkt angeschlossen befindet sich ein Bistro mit einem kleinen Laden der morgens auch frische Brötchen hat. Oh, die haben Franzbrötchen, das sind süße Brötchen, der Teig ist wie früher die Hörnchen waren. Aber wir wollen ja ein Frühstück mit Spiegeleiern machen, da macht das ja keinen Sinn. Also hole ich für jeden 2 normale Brötchen. Als ich zurück bin und Peter von den Franzbrötchen erzähle - kann ich direkt wenden und die auch noch holen. Also zuerst für jeden Spiegelei und ein normales Brötchen, und zum Abschluss für jeden ein süßes mit Erdbeer-Waldmeister-Marmelade von Karls. Die übrig geblieben Brötchen landen im Gefrierfach. Wir sind so pappsatt dass wir eigentlich einen Verdauungsschlaf brauchen. Aber nichts da, die Kalorien müssen verbrannt werden, also packen wir Sonnencreme, Handtuch und etwas zu trinken ein und laufen los. Als erstes an den Strand und dann ein gutes Stück raus ins Watt. Von da wieder zurück bis zur Kugelbake. Leider sind aktuell keine großen Kähne in Sicht, vermutlich weil noch Ebbe ist. An der Kugelbake ist zwar viel los, trotzdem machen wir einige Photos – die können wir direkt mit den Bildern von 2016 vergleichen. Von der Kugelbake aus geht es zurück ins Watt und bis zum Strandhotel Duhnen, dort biegen wir wieder in die City ab zum Fischbrötchen essen. Watt mut datt mut! Dann holen wir noch 3 Kühlschrankmagneten als Mitbringsel für meine lieben Kolleginnen. Nein, nicht um die an den Kühlschrank zu hängen sondern als Zettelhalter am Schreibtisch. Dann geht es weiter wieder bis zum Naturstrand. Das Wasser ist noch am steigen, aber die Knöchel werden schon nass. Also legen wir unsere Sachen an den Strand, laufen ins seichte Wasser und gehen so weit rein bis der Schlick aufhört und wir festen Sand unter den Füssen haben. Da legen wir uns gemütlich ins Wasser. Das immer noch reinkommende Wasser hat eine ordentliche Strömung, man merkt richtig wie die Wellen in den Rücken drücken. Die Sonne brennt vom Himmel und wir freuen uns über jedes kleine Wölkchen. Nach einen guten Dreiviertelstunde bekomme ich jedoch trotz Sonne langsam eine Gänsehaut und wir trollen uns zurück an den Strand. Sonne und Wind trocknen uns rasch, den Rest erledigt das Handtuch. Wir ziehen uns um, nehmen die Schuhe in die Hand und laufen los Richtung Campingplatz. Zurück gibt einen Kaffee, diesmal ohne unser übliches Nachmittags-Eis. Wir sind immer noch satt von den Fischbrötchen. Dann kommt ein anderer Camper, der Fragen zu der Seitenwand unserer Markise hat. Er und seine Frau haben ihr Womo eine Woche nach uns bekommen und sind auf erster großer Fahrt Zack ist wieder eine Stunde verquatscht. Wir gehen mal zum Duschen, Sand, Salz und Schlick runterspülen. Da wir beide immer noch nicht richtig hungrig sind, mache ich für das Abendessen nur eine Schüssel Salat und dazu wollen wir später ein Stück Naan-Brot grillen. Aber erst mal wollen wir noch eine Runde über den Platz drehen. Dabei treffen wir noch mal das Ehepaar mit dem neuen Bürstner Wohnmobil. Und zack ist fast eine weitere Stunde rum. Nachdem wir gegessen haben, waschen wir schnell zusammen ab. Zeit zum tippern, auch wenn es heute eigentlich nicht viel zu berichten gibt. Mal schauen was der morgige Tag bringt…



Donnerstag, 25. Juni 2020
Und wieder steht ein Positionswechseln an – und heute die längste Tour im gesamten Urlaub. Ne, alles nur Spaß. Wir ziehen heute sensationelle 23 km weiter bis Cuxhaven, also von der Elbe bis wieder an die Nordsee bzw. direkt an die Elbmündung. Obwohl wir nicht so richtig aus dem Bett finden und noch komplett abbauen müssen, rollen wir gegen 10 Uhr vom Platz. Dann geht es nach Cuxhaven, aber wir machen noch einen Zwischenstopp zum Tanken und bei Aldi. Mit frisch gefülltem Tank und Kühl- bzw. Gefrierschrank geht es noch 3 km weiter durch die „Stadt“ bis zu unserem Campingplatz. Der Platz liegt quasi mitten in einem Wohngebiet in Duhnen, Luftlinie gut 100 m vom Strand weg, zu Fuss ist es etwas mehr. Wir bekommen einen schönen Platz zugewiesen, recht nahe der Rezeption und einem der beiden Waschhäuser. Da es sehr heiss ist, beeilen wir uns mit dem Aufbau damit die Markise wenigstens etwas Schatten spendet. Und wir sind tatsächlich im Rekordzeit fertig, dass liegt bestimmt daran dass ich meinem Mann am Campingplatz als erstes einen großen Becher heissen Kaffe gemacht hab. Als wir fertig sind, laufen wir los Richtung Strand. Vom Platz runter, einmal rechts, nächste links, an der Mutter-Kind Klinik Strandrobbe vorbei zum Freibad Steinmarne, dann sind wir am Wasser. Oder besser gesagt am Schlick. Das Wasser ist zwar am kommen, aber braucht noch eine Weile. Also marschieren wir los, mit den Füssen durch den Sand. Es ist viel los, eine Karawane von Touristen zieht durch das Watt, Kinder spielen im Dreck und bauen Burgen. Und die Sonne brennt vom Himmel. Nach einem guten halben Kilometer wird es auch auf dem Deich lebhafter, erste Hotels kommen in Sicht. Hier beginnt bekanntes Terrain, denn 2016 waren wir schon mal hier und haben eine Woche Urlaub gemacht, im vornehmen Badhotel Sternhagen. Das war schon nett dort, und falls die Nordsee mal wieder weg war, hatte das Hotel ein tolles Seewasser-Schwimmbad im Haus. Aber so schön wie war das war – zum Beispiel mit frischen Pfannkuchen zum Frühstück – es gibt kaum ein schöneres Gefühl als morgens im eigenen Womo aufzuwachen und draussen den Tisch fürs Frühstück zu decken. Aber ich schweife schon wieder ab. Während ich mich – wie so oft – leider nur sehr bruchstückhaft an den Urlaub 2016 erinner, kennt Peter noch jede Gasse genau. Und so dauert es nicht lang bis wir vor einem Lokal stehen, bei dem wir vier Jahre zuvor ein leckeres Matjesbrötchen bekommen haben. Und auch heute sind die Brötchen noch genauso dick mit Zwiebeln und leckerem und frischen Fisch belegt. Gestärkt gehr es wieder an den Strand und wir laufen weiter bis zur Naturdüne. Dort lichtet sich der Trubel zum Glück etwas, und wir wollen eine Runde schwimmen. Ok, mit schwimmen wird das wohl nichts. Obwohl das Wasser bald auf seinem Höchststand ist, reicht es auch nach 200 m gerade bis zum Bauchnabel. Wir waten weiter bis der Schlick aufhört und wir festen Sand unter den Füssen spüren. Und dann legen wir uns einfach in die See. 10 m neben uns legt sich ein anderes Pärchen ins Wasser und wir kommen ins quatschen - irgendwann wir es im Nacken heiss und wir flüchten an Land. Zurück geht es zum Campingplatz. Beim Aufbauen haben wir festgestellt dass wir noch einen ganzen Schwung Pfandflaschen in der „Garage“ liegen haben. Also raffen wir uns auf und laufen nochmal zum Aldi der sich hier in einem knappen Kilometer Entfernung befindet. Pfandflaschen abgegeben, und noch ein Paket Eier mitgenommen, so geht es zurück zum Womo. Dann geht es unter die Dusche um den Schlick runterzuspülen. Zum Abendessen gibt es den restlichen Salat vom Vortag, überbackenes Fladenbrot und für jeden einen Schaschlikspiess. Mit der Dämmerung wird es zum Glück auch kühler, morgen sollen es dann nochmal 2° wärmer werden bevor am Samstag der Regen im Norden einsetzt.



Mittwoch, 24. Juni 2020
Nach einer quakigen Nacht starten wir erneut mit strahlendem Sonnenschein in den Tag. Was für ein Urlaub! Soviel schönes Wetter am Stück hatten wir noch nie. Es geht uns wirklich gut. Wenn wir ab und zu die Nachrichten einschalten, dominiert Corona immer noch das Weltgeschehen, dazu kommen Krawalle und Ausschreitungen. Beim Camping scheint das Thema ganz weit weg. An das Masken tragen im Waschhaus, an den Rezeptionen der Campingplätze und beim Einkaufen hat man sich gewöhnt, ansonsten „scheint“ alles ganz normal zu sein. Die Campingplätze dürfen mittlerweile wieder zu 100% belegt werden, alles ist wie immer. Ok, jedes zweite Wasch- und Spülbecken ist gesperrt, aber das ist auch wirklich alles. Wir geniessen jeden Moment, die Realität holt uns nächste Woche schon früh genug wieder ein. Wenn sich die Wirtschaft so schnell erholen würde wie der Tourismus an der Küste – das wäre toll, aber vermutlich sehr unrealistisch. Aber nun genug von Politik und Wirtschaft, das hier ist ja ein Reisebericht. Als erstes hole ich in der Früh Brötchen. Dann schnappen wir uns die Räder und es geht los zur DickenBerta, einem ehemaligen Leuchtfeuer an der Elbmündung. Der Radweg startet direkt am Campingplatz, durch ein Gatter geht es den Deich rauf auf eine Kuhweide (keine Mutterkühe!). Und dann beginnt das Tore - Öffnen. Denn alle paar hundert Meter kommt ein Metalltor, durch das man muss und das Kuhweiden von Schafweiden trennt. Da auf dem Radweg in beiden Richtungen recht viel los ist, kommt man sich an den Toren zum Teil wie am Kamener Kreuz vor. Aber auch hier sind alle sehr hilfsbereit, man versucht so gut es geht Abstand zu halten. Wer eh gerade vom Rad abgestiegen ist, um das Tor zu öffnen, lässt meist auch gleich ein paar andere Radler mit durch, so dass man selbst nur bei jedem 4. oder 5. Tor runter vom Rad muss. Nach einigen Kilometern am Deich entlang mit tollem Blick auf die Elbe erreichen wir die Dicke Berta. Aktuell finden aber leider keine Turmbesichtigungen statt. Hundert Meter weiter gibt es noch einen kleinen Aussichtsturm. Der Blick reicht bis nach Cuxhaven im Westen und Otterndorf im Osten. Da uns gestern die Kanalfahrt so viel Spass gemacht hat, entschließen wir uns zur Heimfahrt um das Ganze zu wiederholen, mit einem kleinen Umweg beim Supermarkt vorbei. Denn wir brauchen frische Tomaten und Salat fürs Abendessen. Warum an der Kasse auch Zuckerkuchen im Einkaufswagen war wird für immer rätselhaft bleiben… Zurück am Campingplatz packen wir Badesachen und zwei große Handtücher in den Rucksack, ausserdem etwas zu trinken. Wieder schwingen wir uns auf die Räder, jetzt geht es nochmal zum Bootsverleih. nach der Tretboot-Tour gestern entscheiden wir uns heute für ein Kanu, also gestern Training für die Oberschenkelmuskulatur, heute tun wir was für den Bizeps und den Trizeps. Diesmal buchen wir nur für 60 min, und fahren wie die meisten im Uhrzeigersinn. Herrlich, mit dem Kanu macht es mir noch mehr Spaß. Zum einen paddel ich ja leidenschaftlich gerne, ausserdem ist es absolut geräuschlos wenn man die Paddel rauszieht und man gleitet schön dahin. Nach 40 min sind wir durch die beiden Seen und die Kanäle durch – trotz Photostop beim Tatzelwurm. Bis zur Rückgabe haben wir noch Zeit, also dümpeln wir auf dem Südsee rum und beobachten die Enten, Blesshühnern und Haubentaucher. Jetzt bemerken wir auch erst, wie viele Fische sich im See und dem Kanal tummeln. Gestern ist uns da gar nicht aufgefallen, allerdings war die Sicht aus dem Tretboot auch nicht so gut wie aus dem Kanu. Dann steuert uns Peter an den Steg, wir packen unsere Räder und es geht an den Badestrand des Nordsees. Ohhh, das Wasser ist schon sehr düster und aufgewühlt. Der Boden ist aus feinem Sand und vielen vielen Schlingpflanzen. Aber egal. uns ist warm, also rein und abkühlen. Kälter als gedacht aber herrlich. Der Nachmittag neigt sich dem Ende zu, also raus aus dem Wasser. Zurück am Womo ist Espresso und Zuckerkuchen Zeit – ich liebe Urlaub!!! Dann suchen wir schon mal die Sachen zum Duschen raus - einmal den Sand runterspülen, dann wird es fast schon Zeit zum Salatputzen und Essen vorbereiten. Die Zeit fliegt dahin, morgen geht es schon weiter nach Cuxhaven. Während ich die Reste vom Abendessen verräumen will, ruft Peter mich zum Sonnenuntergang-Gucken am Deich. Wir haben noch 9 Minuten – also los. Oben auf dem Deich haben sich schon eine Handvoll weitere Zuschauer eingefunden. Die Sonne fängt gerade an, am Horizont ins Wasser zu tauchen, der Himmel verfärbt sich in allen Pastelltönen. Da könnte ich stundenlang zuschauen und bekomme nie genug davon. Dann ist das Schauspiel vorbei, langsam und gemütlich gehen wir vom Deich. Plötzlich sehen wir dass einige Leute recht zügig zum Tor vom Campingplatz gehen. Stimmt, die schliessen ja um 22 Uhr ab, es ist schon 5 nach… Aber wir haben Glück und huschen gerade noch so mit rein. Und wieder neigt sich ein herrlicher Urlaubstag dem Ende zu – ich bin dankbar wie gut es uns geh



Ja, manchmal geht ein Tag anders zu Ende als man glaubt. Nachdem ich fertig geschrieben habe, bleiben wir doch noch ein bisschen draussen sitzen und lauschen dem Quaken der Frösche, die im Schilf fast direkt vor unserem Stellplatz sitzen. Naja, wir haben ja auch keine andere Chance. Denn das Quaken hört man über den gesamten Platz. Ist aber sehr idyllisch, so direkt an dem kleinen Kanal, der Himmel hat noch eine leichte rosafärbung, dazu einen kalten Cider. Dann setzen wir uns rein, und weil mir so die Augen jucken reibe ich. Hui, und dann merke ich das was nicht passt. Das rechte Auge tut echt weh. Im Spiegel erschrecke ich. Das Auge ist blutunterlaufen, das linke auch, aber nur etwas. Dazu fällt mir auf das beim rechten Auge die Tränenflüssigkeit gelblich und geleeartig ist. Zuerst denke ich, ich hab so fest gerieben dass ich etwas kaputt gemacht hab. Aber Peter beruhigt mich, und tippt eher auf eine Bindehautentzündung. Wie auch immer, ich mache vorsichtshalber mal Augentropfen gegen trockene und gereizte Augen rein, dann geht es ab ins Bett. Die Nacht ist aber nicht gut. Das Auge tut weh und ich muss an mich halten nicht zu reiben. Es fühlt sich an als wäre Sand drin. Am anderen Morgen habe ich zuerst das Gefühl dass es über Nacht besser geworden ist. Aber nach einer Stunde ist klar, ich brauch einen Augenarzt. Zum Glück findet Peter über Google Maps in nur 4 km Entfernung einen Augenarzt. Als ich anrufe bekomme ich sofort einen Termin. Also holt Peter in Windeseile die Räder hinten runter und wir treten in die Pedale. Nach wenigen Minuten sind wir da. Um es kurz zu machen, es ist eine Kombi aus Bindehautentzündung und allergischer Reaktion. Also nicht schlimm, nur unangenehm. Ich bekomme antibiotische Tropfen, in zwei Tage sollte es besser sein. Also wieder auf die Räder und zurück. Da sich gegenüber der Apotheke ein Bäcker befindet stoppen wir kurz und ergattern ein Stück Zuckerkuchen. Dafür liebe ich den Norden! Am Campingplatz machen wir ein spätes Frühstück. Dann schnappen wir uns die Räder und fahren eine Runde bis zum Boots-Verleih. Wir überlegen – Kanu wäre toll oder Kajak, aber unterhalten kann man sich am besten im Tretboot. Leider bekommen wir nur ein Zweier-Boot, das ist echt eng wenn man lange Beine hat. Peter kann kaum vernünftig treten. Beim Vierer-Boot sind die Pedale anders angeordnet, aber nun gut, muss ich halt mehr arbeiten… auf geht es. Wir haben 90 min Zeit, eine Richtung ist nicht vorgegeben, die meisten fahren im Uhrzeigersinn, also fahren wir aus Prinzip entgegen. Die Tour beginnt im Südsee, dann geht es über einen schmalen Kanal zum Nordsee, dort liegt auch der Campingplatz. Der See hat einen Badebereich mit Sandstrand, dazu gibt es eine Anlage zum Wasserski fahren mit den verschiedensten Brettern. Wieder geht es in den Kanal. Bei unserem Stellplatz halten wir an und versuchen ein Selfie mit Tatzelwurm zu machen. Im dritten Anlauf sind wir erfolgreich. Weiter geht es, der Campingplatz hat mittlerweile aufgehört. Dieser Part hier gehört zum Ferienpark Achtern Diek, der aus ungezählten Ferienhäusern besteht. Wobei Ferienhäuser zum Teil echt untertrieben ist. Ganz ehrlich, das würden wir auch als Altersruhesitz nehmen, zum Teil sind es wirklich tolle Holzhäuser im skandinavischen Stil. Überall hat der Kanal Seitenarme, die Strecke ist länger als gedacht und mir war nicht klar das Tretboot fahren so anstrengend ist. Das hängt aber auch mit den vielen Wasserpflanzen zusammen, die das Boot ganz schön ausbremsen. Zwar ist auch ein „Reinigungsboot“ unterwegs und mäht unterirdisch die Pflanzen ab, trotzdem muss Peter zwischendurch ständig das Ruder von dem Geschlinge befreien. Rechts und links werden wir von Enten und Blesshühnern begleitet, langsam nähern wir uns dem Südsee wo wir gestartet sind. Da wir schneller sind als geplant und die gut 3 km in einer Stunde geschafft haben, lassen wir uns noch ein bißchen auf dem See treiben und geniessen die Sonne. Dann geben wir das Tretboot zurück und schwingen uns wieder auf die Räder. Zurück am Campingplatz ist es mittlerweile Zeit für ein Stück von dem herrlichen Zuckerkuchen mit einem leckeren Espresso. Dann kümmer ich mich um den Abwasch während Peter die Fahrräder putzt und ölt. Das Salzwasser der Nordsee hat schon die ersten Spuren hinterlassen. Als nächstes schnappen wir uns zwei Hocker und ein Fernglas und es geht ab auf den Deich, Pötte gucken. Aber irgendwie ist aktuell echt wenig los auf den großen Wasserstrassen. Mit dem Fernglas können wir erkennen, dass von Cuxhaven ein großer Kahn im Anmarsch ist, dank der Marine Radar App lesen wir, dass ein Schiff der Hapag Lloyd kommt, die Hongkong Express. Mit Ihren Maßen von 48 m Breite und weit über 300 m Länge einfach gigantisch. Aber das war es auch erst mal. Ja, Corona hat scheinbar auf alles eine Auswirkung, auch auf den Welthandel. Aber dann haben wir langsam genug Sonne für den Tag getankt. Zurück am Womo ist noch grillen angesagt, dann geht es zum Duschen. Und wie fast immer endet der Abend an der Tastatur. Morgen mehr…