Montag, 29. Juni 2020
Die Nacht bleibt trocken, aber windig. Ab 5 Uhr frischt der Wind merklich auf, kurz nach 7 Uhr springen wir aus dem Bett und fahren vorsichtshalber die Markise ein. Peter hat die Markise zwar fest verankert und mit Sturmbändern abgesichert. Aber ob die dann tatsächlich die angesagten 70 km/h Windgeschwindigkeit aushält wollen wir lieber nicht testen. Der Wind kommt in derart heftigen Böen, das ist uns echt zu riskant. Das Wetter ist schauderhaft, ausserdem ist es am Abend vorher spät geworden. Oder vielmehr früh! Also kuscheln wir uns nochmal ins Bett und warten bis es draußen etwas lebhafter wird und der Campingplatz erwacht. Während Peter unser „Handgebäck“ abholt, mache ich Kaffee und decke den Frühstückstisch. Das Glas Erdbeer-Waldmeister-Marmelade von Karls ist fast leer, die selbstgemachte Zwetschgenmarmelade auch beinahe. Man merkt also auch an den Vorräten dass der Urlaub sich dem Ende neigt. Da das Wetter nicht sehr einladend wirkt, räumt Peter Tisch und Stühle von draussen schon mal weg. Die werden wir in diesem Urlaub wohl nicht mehr brauchen. Dann setzen wir uns gemütlich in unser Wohnzimmer und die Kaffeemaschine startet zur nächsten Runde. Dann setzen wir eine eMail an den Wohnmobil-Händler auf mit einer Mängelliste und Photos. Zum Beispiel ist eine Fußleiste lose, ausserdem zeigt der Abwassertank immer leer an, selbst wenn 30 oder 40 l Abwasser drin sind. Aber was wirklich nervt ist, dass an der Stelle zwischen Aussenwand und Markise eine undichte Stelle ist und uns der Regen auf den Vorzelt-Teppich läuft. Freitag haben wir eh einen Termin dort, denn das Aussendekor wirft Blasen und wird neu geklebt. Da sollen die sich direkt die anderen Mängel mal anschauen. Mittlerweile ist Mittag rum und es sieht trocken aus. Also schnappen wir uns unsere Jacken, laufen zum Strand, dann zum Hafen und schliesslich Richtung Westeraccumersiel. Die Strecke durch den Park am Mahlbusen ist toll gemacht. Ok, ein paar der Kunstobjekte hätte man sich sparen können. Sowohl finanziell als auch optisch. Aber einige Sachen sind wirklich toll, wie z. B. die Sonnenuhr, das Wasserbecken mit den kleinen Bötchen, der Rosengarten, der Heilkräutergarten und und und. Das Dörfchen selbst ist eher überschaubar und besteht aus einem kleinen Supermarkt, einem Bäcker, ein paar (geschlossene) Restaurants und zwei Souvenirshops. Zurück ging es wieder durch den kleinen Park. Dann vorbei an Dornumersiel, das eigentlich nur aus der Ferienhaussiedlung, dem Campingplatz und natürlich dem Hafen besteht. Zurück am Womo wartet noch eine Nussecke vom Vortag auf uns und wieder leckerer heißer Kaffee. Dann machen wir es uns wieder im Womo gemütlich, surfen eine Runde im Internet, und überlegen wann und wie wir die Heimfahrt antreten. Aber irgendwie haben wir keine Ruhe. Also mache ich aus den restlichen Tomaten und Paprika schon mal einen Salat fürs Abendessen. Dann ziehen wir uns wieder wetterfest an und laufen nochmal los. Zuerst wieder an den Strand, dann am Deich lang, am Vogelbrutgebiet und den Weiden. Schliesslich im großen Bogen über den Deich zurück zum Campingplatz. Am Ende waren es dann doch wieder knapp 5 km, ähnlich wie vorhin. Nun knurrt der Magen, Peter packt den Grill aus – und wie erwartet fängt es an zu regnen. Aber zum Glück tröpfelt es nur leicht, und kurze Zeit später sitzen wir drin am Tisch und lassen es uns schmecken. Dann noch der telefonische Tagebericht an Mutter und unser letzter Urlaubstag geht langsam zu ende. Peter übernimmt den Abwasch und ich die Tastatur…