Montag, 11. Mai 2026
Nach dem Frühstück packen wir den großen Rucksack und fahren nach Sainte Marie de la Mére, dort wollen wir eine Runde laufen, bei Komoot hat Peter einen schönen Weg durch die Salzwiesen gefunden, knapp 8 Kilometer lang. Wir wollen auf den Parkplatz von gestern, der zwischen 6 Uhr und 18 Uhr kostenlos für Wohnmobile ist, aber Übernachtungen nicht erlaubt sind. Um auch etwas von der Stadt zu sehen wollen wir einmal quer durch fahren – und erleben unser blaues Wunder. Wo gestern noch alles „normal“ war, sind heute zig Strassen durch dicke Betonkötze in der Zufahrtsbreite auf 1,90 m reduziert und viele Bereiche auch einfach ganz abgesperrt. Dafür ist der eigentliche PKW Parkplatz direkt an der Promenade komplett mit Wohnwagen, Wohnmobilen, PKW’s, Anhängern und sonstigem belagert. Lange Stromkabel liegen quer über dem Platz, gleiches gilt für Wasserleitungen, Schläuche etc. Das fahrende Volk ist über Nacht eingefallen. Und „unser“ Parkplatz ist auch komplett blockiert durch Betonsteine. Ja, prima, aber Peter findet auf Google am Ortsausgang noch einen Stellplatz, der scheinbar für Wohnmobile zugelassen ist, und da ist gähnende Leere, vermutlich ist der den Leuten zu weit abseits. Wir prüfen nochmal die Tafel an der Einfahrt, aber bis 18 Uhr ist Parken mit dem Womo dort kostenlos möglich. Und ausserdem geht da auch unsere geplante Wanderung direkt dran vorbei, also alles prima. Wir cremen uns ordentlich ein, ich nehme meinen Stock mit, und dann laufen wir los. Kurz schaut es so aus, als ob unsere Wanderung beendet ist, bevor wir richtig losgelaufen sind, denn hier sind große Bagger zugange und eigentlich ist der Weg gesperrt. Das interessiert aber kaum einen und es ist rege was los, also schlängeln auch wir uns an den Baufahrzeugen vorbei. Dummerweise habe ich meine Kappe vergessen, aber umdrehen will ich auch nicht noch mal, da es mir nicht sofort auffällt und wir schon ein gutes Stück gelaufen sind. Es ist mächtig heiss, aber der Wind kühlt uns gut runter. Der Weg führt zwischen den Salzseen durch, wir sehen natürlich Unmengen Flamingos, Reiher und sonstige Wasservögel. Schön mal wieder ein bisschen Natur vor den Füssen zu haben. Leider können wir den Weg aber nicht wie geplant laufen, denn einige Teile stehen hoch unter Wasser. Wir versuchen zwar, uns mal quer durch zu schlagen, aber ausser nassen Schuhen (Dank der guten Imprägnierung aber keine nassen Füsse!) gewinnen wir nichts und müssen uns schlussendlich doch geschlagen geben und einen Teil der Route auslassen. Aber es kommen trotzdem noch etliche tausend Schritte zusammen! Gegen Ende unserer Wanderung erreichen wir den Strand und machen ein Päuschen auf einem großen Stück Treibholz. Dann laufen wir weiter, aber wir biegen nicht zum Womo ab, sondern laufen in die Stadt rein. Dort ist einiges los, aber das war ja jetzt zu erwarten. Wir bummeln ein bisschen durch die Geschäfte, ich ergatter ein schönes grünes Strandkleid, Peter ein Stück Reistorte (zum Mitnehmen) und dann gönnen wir uns ein dickes Eis. Ich nehme nur eine Kugel, und zwar Aprikose mit Fleur de Sel. Peter kann sich nicht entscheiden und „muss“ daher leider drei Kugeln nehmen: Grüne Limette mit Ingwer, Orange mit Chili und Ananas mit Kardamom. Alles sehr spannend und lecker – wenn auch für mich zum Teil zu scharf! Dann kaufen wir noch ein Souvenir für unsere Vitrine daheim (Camargue Stier) und als Wechselgeld gibt es mal wieder ein schönes 2 Euro Stück für die Sammlung 😊 Nun geht es zurück zum Womo,, vorher kaufen wir im Supermarkt noch ein Baguette und eine Flasche Schweppes Agrumes Zero. Die Sorte gibt es leider in Deutschland nicht, ist aber sehr lecker. Zurück am Womo überlegen wir kuzr, wo wir die Nacht verbringen wollen Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wir entscheiden uns, als erstes mal den großen Wohnmobilstellplatz in Aigues Mortes anzufahren. Und wir haben Glück, auf dem Platz sind noch viele freie Plätze. An der Rezeption muss ich meinen Personalausweis hinterlegen, dann bekommen wir den Platz 33 zugewiesen. Die Anlage hat 74 Stellplätze, alle gleich groß. Es gibt Frischwasser, Mülltonnen und man kann Grauwasser und WC entsorgen. Sanitäreinrichtungen gibt es keine, aber das haben wir ja an Bord dabei. Die gesamte Fläche ist fest abgeschottert, alles ganz eben, wir sind sehr zufrieden. Grillen ist auch erlaubt, somit steht das Abendessen fest – wir grillen, dazu gibt es Baguette und ich suche aus den Salatresten zusammen, was noch verwendbar ist und mache einen großen gemischten Salat. Nach dem Essen räumt Peter zusammen und ich kümmer mich um den Abwasch. Draussen sitzen ist leider unmöglich, die Mücken hier fressen einen auf, also machen wir es uns drinnen gemütlich. Während ich tipper plant Peter schon mal den morgigen Tag in Aigues Mortes.